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Ricardo Hiller


Ricardo Hiller, geboren 1953 in Chile, kommt 1972, nach dem Abitur, nach Deutschland zum Studium der Zahnmedizin in Göttingen. Nach Studium und Promotion wird Göttingen seine neue Wahlheimat; hier arbeitet er noch heute als niedergelassener Zahnarzt.

Zu Beginn seines künstlerischen Schaffens arbeitet er mit Steinen; Metall nutzt er damals eher als Ständer oder Stütze. Eine Ausstellung von "Schrottkunst" in Hamburg im Jahr 2006 ist der Funke, der Ricardo das Schweißgerät in die Hand nehmen lässt.

Die ungewöhnlichen, skurillen Formen, denen er auf Schrottplätzen nachspürt, inspirieren ihn und wecken seine Fantasie.Immer sind es Figuren, Fabelwesen, fantastische Kreaturen. Die Namen dafür fallen ihm meistens spontan ein, bevor die Teile geschweißt sind. Das ist für Ricardo "der wunderbare, magische Moment".

Wenn ein Teil ihm gefällt und er noch keine Idee für die Verwendung hat, nimmt er es trotzdem mit vom Schrott. Irgendwann kann er es bestimmt gebrauchen. So wird aus Ricardos Werkstatt ein kleiner Schrottplatz, dessen Ausmaß ständig zunimmt.

Die Herausforderung, wie sich eine Idee umsetzen lässt, ist der Motor für seine Arbeit. Die Freude an der Idee, wenn sie plötzlich da ist, beflügelt seine Fantasie. Das Ziel liegt für Ricardo in der Schaffensfreude bis hin zum fertigen Objekt.

Ist dies nun Kunst? Darauf kommt es Ricardo nicht an. Definitionen sind für ihn nicht so wichtig.

"Ich lebe wirklich in der totalen künstlerischen Freiheit", sagt der Verpackungskünstler Christo und fährt fort: "Ich kann sagen, dass ich nur das mache, was ich will, wo, wann und wie ich will."

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