Archiv Galerie Alte Feuerwache:

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Leningrad - Erinnerung an die Opfer



"Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen!"

"Никто не забыт и ничто не забыто!" (Olga Fjodorovna Bergholz)



Ausstellung zur Erinnerung an die Opfer im belagerten Leningrad

von 1941 bis 1944 anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung Leningrads


Es ist der 22. Juni 1941, als das Deutsche Reich die Sowjetunion militärisch überfällt. Erklärtes Ziel des faschistischen Deutschlands ist es, einen brutalen Rassen- und Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung der Sowjetunion zu führen. Anfang September 1941 stehen die Truppen der deutschen Wehrmacht vor Leningrad (dem heutigen Petersburg) und beginnen die Stadt mit Artillerie zu beschießen. Am 8. September zieht die Wehrmacht einen Belagerungsring um die Stadt an der Newa. Es folgt eine zweieinhalbjährige Hungerblockade der Stadt, aufgrund der etwa 1,1 bis 1,2 Millionen Bewohner Leningrads ihr Leben verlieren. Die meisten dieser Opfer sterben durch Aushungerung, Erschöpfung und Kälte, was von der deutschen Seite gezielt einkalkuliert war. Trotz all dieser Entbehrungen und Nöte blieben die Leningrader standhaft und verteidigten erfolgreich ihre Stadt. Nach rund 900 Tagen der Belagerung wurde Leningrad am 27. Januar 1944 durch die Rote Armee befreit.


Der anstehende 70. Jahrestag der Beendigung der Blockade gibt Anlass, insbesondere der Opfer des Vernichtungskrieges, der sich unter dem Decknamen `Unternehmen Barbarossa´ gegen die damalige Sowjetunion richtete, zu gedenken und sich dabei erneut mit der brutalen Strategie der systematischen Vernichtung von Menschen unter den Nationalsozialisten auseinanderzusetzen. Dazu wurde von der jetzt in Göttingen lebenden Zeitzeugin Lea Sorina und der hiesigen Jüdischen Gemeinde eine Ausstellung initiiert und zusammengestellt, die im Rahmen der Bündnisreihe `Gedenken an die Opfer das Nationalsozialismus´ gezeigt wird. Die Befreiung Leningrads erfolgte (wie die Befreiung von Auschwitz im Folgejahr 1945) am 27. Januar, dem heutigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Das fordert uns dazu auf, an die Shoa zu erinnern und zugleich die verbrecherischen Dimensionen des Unrechtssystems der Nationalsozialisten in ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität zu begreifen.


In der Göttinger Ausstellung werden Fotos aus dem belagerten Leningrad sowie erläuternde Dokumente gezeigt, die Zeugnis über die Entbehrungen, aber auch den ungebrochenen Widerstand der Leningrader Bevölkerung geben. Beeindruckend sind auch die ausgestellten Zeichnungen, welche Leningrader Kinder während der Belagerungszeit gemalt haben. In ihnen spiegeln sich die Schrecken des Krieges, aber auch die Hoffnung auf Befreiung wider.


zu sehen in der Galerie Alte Feuerwache, Am Ritterplan 4, Göttingen

von Montag, 20. Januar 2014 bis Sonntag, 2. Februar 2014


Mo. bis Fr. von 10-12 Uhr und 15-18 Uhr

So. von 11-13 Uhr, Sa. geschlossen


Die Ausstellung ist durchgängig zweisprachig in deutsch und russisch.

Ausstellungseröffnung am Montag, 20. Januar 2014, um 18 Uhr mit dem russischen Pianisten Igor Kirillov und der Zeitzeugin Lea Sorina


Veranstalter: Jüdische Gemeinde Göttingen, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Aktion Sühnezeichen - Friedensdienste. Im Rahmen des Bündnisses `Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - 27. Januar´

(www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de)



Begleitprogramm zur Ausstellung


* So, 19. Januar 2014, 14 Uhr

Petersburg in der russischen Literatur von Puschkin bis Anna Achmatova

Vortrag und Lesung mit Ilse Koppe mit Textbeispiele aus der Dichtung Puschkins und Lermontovs, Gogols und Dostojevskijs im 19. Jahrhundert, Aleksandr Bloks und Anna Achmatovas im 20. Jahrhundert.

Kulturcafé in der Jüdischen Gemeinde, Angerstraße 14, Göttingen


* Mi, 22. Januar 2014, 19 Uhr

Ungesühnte Krieggsverbrechen: Der Göttinger General Hoßbach als Kriegsverbrecher im Vernichtungskrieg der Wehrmacht

Vortrag und Diskussion mit dem Soziologen Dr. Martin Heinzelmann

Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde Göttingen, Angerstraße 14


* Fr, 24. Januar 2014, 15 Uhr

Anna Achmatova, eine Dichterin und ihre Stadt

Lesung mit Max Röper

in der Alten Feuerwache (Glashaus)

Veranstalter: Jüdische Gemeinde


* Mo. 27. Januar 2014, 18 Uhr

Deutsche Hungerpolitik im Zweiten Weltkrieg: Das belagerte Leningrad 1941-1944

Vortrag des Historikers Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Universität Jena)

Gemeindesaal der Reformierten Gemeinde, Untere Karspüle 11

Veranstalter: Bündnis `Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - 27. Januar´


* Mi. 29. Januar 2014, 19 Uhr

`Die Blockade´- Dokumentarfilm von Thomas Kufus und anschließendes Zeitzeugengespräch mit Frau Lea Sorina

Kino Lumiere, Geismar Landstraße 19

DGB und DGB-Jugend


* So. 2. Februar 2014, 17 Uhr

St. Petersburg und Göttingen – alte Wissenschaftsbeziehungen

Vortrag des Slawisten Prof. em. Dr. Reinhard Lauer (Universität Göttingen)

Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde, Angerstraße 14

Veranstalter: Jüdische Gemeinde Göttingen






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Gitarre und Gesang - Lieder italienischer Liedermacher

Am Sonntag, dem 13. März 2016 um 19 Uhr präsentiert der in Rom geborenen Sänger und Gitarrist Danilo Oberdan Napoleoni Lieder von italienischen Liedermachern, wieder mit neuem Repertoir, u. a. eindrucksvolle Balladen mit lyrischen Texten. Nach seiner Ausbildung am Konservatorium in L'Aquila in klassischer Gitarre, dann in Andalusien in Flamenco Gitarre, folgten Soloauftritte in Italien, Spanien und Deutschland. Das aktuelle Programm besteht aus italienischen Liedern diverser musikalischer Epochen. Alle Lieder sind von Danilo neu arrangiert. Danilo beeindruckt, wie immer, mit exzellentem Gitarrenspiel und einer imponierenden Stimme. Der Eintritt ist frei.



ACRYLBILDER VON ARMIN LIMMROTH



Die Ausstellung wird am Sonntag, den 06.März 2016 um 12.00 Uhr eröffnet.

Einladung als PDF: Vernissage Armin Limmroth




„Winterblüte“ - Dietmar Robert Schröter




Ausstellung neuer Acryl-Ölbilder
und Fotografien in Verbindung mit Malerei

31. Januar bis 28. Februar 2016
Einführung: Jörg Dreykluft

Zur Eröffnung der Ausstellung
am Sonntag, dem 31. Januar 2016 um 11:30 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
EInladung als PDF