Wolfgang Bittner

Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen

Wolfgang Bittner liest aus seinem neuen Roman

am Freitag, dem 24. Mai 2019, 19.00 Uhr (Eintritt frei)
in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 Göttingen

Die verlorene Heimat, die Hölle des Krieges und der Neubeginn voller Zuversicht: Ein Zeitpanorama von erzählerischer Stärke, das mit seiner politisch-historischen Dimension das Lebensgefühl zweier Generationen wiedergibt.
1943 ist der Krieg in Oberschlesien, dem Industriegebiet Ostdeutschlands, noch weit weg. Doch immer öfter heißt es: „für Führer, Volk und Vaterland gefallen.“ In der Nachbarschaft werden die jüdischen Familien abgeholt, man muss sich vorsehen, es soll Konzentrationslager geben. Dann werden aus Siegen Niederlagen, und im Westen versinken die Städte im Bombenhagel. Vor der Gastwirtschaft des Großvaters schlagen sich Grubenarbeiter mit SA-Männern. Die Front rückt immer näher, und mit ihr kommt die Hölle des Krieges.
Im März 1945 übernimmt Polen die Verwaltung der deutschen Ostgebiete, und es folgt ein Exodus von Millionen, darunter die Mutter und das Kind. Als sie halb verhungert in einer Kleinstadt in Norddeutschland ankommen, liegt der Vater schwer verwundet in einem Lazarett. Hunger und die furchtbare Kälte im Steckrübenwinter 1946, danach ein jahrelanger Aufenthalt im Barackenlager. Aber die Mutter gibt nicht auf.
Es ist die Zeit der Währungsreform mit der Teilung Deutschlands. Der Kalte Krieg beginnt, und die Weichen werden für das gestellt, was bis heute wirksam ist.

„Wie durch eine Geschichtstüre betritt man eine untergegangene Welt: Oberschlesien in ,Ostdeutschland', wie es damals noch hieß. Und man ist sofort mittendrin, gleichsam ein weiteres Familienmitglied. Glänzend! Selbst wenn man sich mit der reinen Lektüre zufriedengäbe, ist dieses Werk des Romanciers und politischen Kommentators Wolfgang Bittner die Überraschung des Jahres 2019.“ (Cashkurs)
„Wolfgang Bittner schreibt zweckdienlich, im besten Sinn tendenziös, dazu unterhaltend, spannend... Eine singuläre Erscheinung auf dem Literaturmarkt der Eitelkeiten.“
(Hannoversche Allgemeine Zeitung)
„Umso wichtiger ist es, den Kulturpessimismus zu überwinden und die noch lange nicht eingelösten Forderungen der Aufklärung ständig als Ziel vor Augen zu haben. Autoren wie Wolfgang Bittner tragen zu dieser Arbeit bei...“ (Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder)


Wolfgang Bittner
lebt als Schriftsteller und Publizist in Göttingen. Der promovierte Jurist schreibt Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen und ist Mitglied im PEN. Von 1996 bis 1998 gehörte er dem Rundfunkrat des WDR an, von 1997 bis 2001 dem Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko, Kanada und Neuseeland, Gastprofessuren 2004 und 2006 nach Polen. Wolfgang Bittner war freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen und hat mehr als 60 Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Der Aufsteiger, Niemandsland und Hellers allmähliche Heimkehr. – Weitere Informationen: www.wolfgangbittner.de



                                                                                                                                                                                

Plakate und Fotos - Krzysztof Bialowicz und Anna Kola

Werke der Fotografin Anna Kola und des Grafikers Krzysztof Bialowicz, zweier Künstler aus Göttingens Partnerstadt Torun, sind noch bis zum 14. Mai in unseren Galerien Alte Feuerwache ( Krzysztof Bialowicz ) und Art Supplement ( Anna Kola ) zu sehen.

Krzysztof Bialowiczs Steckenpferd ist die Projektgrafik. In der aktuellen Ausstellung "Bis jetzt" ( Original: "Do teraz" ) verarbeitet er kulturelle Ereignisse auf Plakaten, er meint hier die Musik, den Film, das Theater sowie die zeitgenössische Kunst.

Im Folgenden Impressionen der beeindruckenden und erfolgreichen Vernissage:


Krzysztof Bialowicz am Eingang der Galerie Alte Feuerwache neben seinem Plakat "Bis jetzt" ( "Do teraz" )


Krzysztof Bialowicz vor einer Auswahl seiner Plakate


Krzysztof Bialowicz im Gespräch mit der Dolmetscherin Beata Weinhagen; rechts im Bild: Anna Kola


Galeriebesucher im Gespräch im Anschluss an die Ausstellungseröffnung


Nach der Ausstellungseröffnung